Berufliche Integration gelingt besser, wenn sich Arbeitsmarktakteure vernetzen und gemeinsam an einem Strang ziehen. In Rheinland-Pfalz arbeiten wir als IQ Landesnetzwerk mit Partnern vor Ort zusammen. Vor Ort - das heißt in den Regionen, in den Kommunen. Wir unterstützen unsere Partner in Mainz, Rheinhessen, in Koblenz, Ludwigshafen, in der Südpfalz, im Landkreis Mayen-Koblenz, in Trier oder Zweibrücken bei der Umsetzung konkreter Aktivitäten und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Migrantinnen und Migranten.

Aktuelles 

Beim Fest für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gab es gleich dreifachen Grund zum Feiern: Zum einen war der Anlass die Verschmelzung der Mainzer Verkehrsgesellschaft und CityBus Mainz, im Zuge dessen die Wahl des neuen Betriebsrates, zum anderen wurde der Diversity Tag plakatiert und begangen – die Mainzer Mobilität beschäftigt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 35 Nationen. Dazu passte gut das Motto „Vielfalt im Herzen – Einheit im Betrieb“. Anlässlich des Verschmelzungsfests redete sogar der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, der die Bedeutung des Öffentlichen Personennahverkehrs, gerade in einer wachsenden Stadt wie Mainz, hervorhob. Weitere Grußworte folgten vom Vorstandsvorsitzenden der Mainzer Stadtwerke, Dr. Tobias Brosze, und dem Betriebsrat der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH. Aufgrund der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit ARBEIT & LEBEN kamen auch Gabriele Schneidewind, die Geschäftsführerin, und Sibel Soyer, Projektmitarbeiterin, zu Wort. Unter anderem arbeiten sie im Rahmen von zwei Projekten im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ eng mit dem Mainzer Verkehrsunternehmen zusammen. Nicht nur, dass sie das Projekt, bei dem Geflüchtete zu Busfahrern qualifiziert werden, sprachlich und fachlich begleiten. Sie sind auch mit dem IQ Teilprojekt „IKKÖ – von Interkultureller Kompetenz zu interkultureller Öffnung“ an der Seite der Mainzer Verkehrsgesellschaft und unterstützten auf dem Weg zur Unterzeichnung der Charta der Vielfalt (2016), womit sich Unternehmen zu einer Organisationskultur der Vielfalt und zu einem Arbeitsumfeld, frei von Vorurteilen, bekennen. Auch bei der Ausgestaltung des Verschmelzungsfests waren sie involviert und berieten „kultursensibel“: So fand die Veranstaltung nach Ende des Ramadan statt.(Fotos: IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz)

Vielfalt im Herzen Einheit im Betrieb 2018 06 17 Verschmelzungsfest 3

Die Veranstaltung „Iftar – Fastenbrechen. Interkulturelle Begegnung für Vernetzung und Austausch“ nutzten das Projektteam von „So geht´s! Unternehmen beschäftigen Geflüchtete erfolgreich!“ der Mainzer Kompetenz Initiativen e.V. Mainz (mki), die Deutsch-Türkische Akademie für Wissenschaft, Wirtschaft und interkulturelle Arbeit (DETU) sowie das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz auch, um auf den Diversity-Tag, der für einen offenen und respektvollen Umgang mit Vielfalt wirbt, aufmerksam zu machen. Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft waren ins rheinhessische Bodenheim gekommen, um gemeinsam das Fastenbrechen zu begehen. Zuvor machten einige Redner, darunter Miguel Vicente, Beauftragter der rheinland-pfälzischen Landesregierung für Migration und Integration, auf die Bedeutung von Diversity aufmerksam. Vielfalt müsse zusammen gelebt und geteilt werden. Ein Ausdruck davon sei auch das gemeinsame Fastenbrechen. Mehr Infos zur Veranstaltung am 5.6.18. 

Hochschulausbildungen aus dem Ausland entsprechen nicht immer den Anforderungen an eine adäquate deutsche akademische Ausbildung. So kommt es dann vor, dass ein Übergang in entsprechende Beschäftigung nicht nur an fehlenden Deutschkenntnissen scheitern kann, sondern beispielsweise auch daran, dass ein technisches Studium im Herkunftsland nur zwei Jahre dauert oder Lehrerinnen und Lehrer in nur einem Fach ausgebildet wurden. Die Handwerkskammer (HwK) Koblenz bietet als Teilprojektpartner im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz speziell Bauingenieurinnen und -ingenieuren eine Qualifizierung an, die ihnen die Möglichkeit gibt, den Meistertitel im Maurer- und Betonbauerhandwerk zu erwerben und sich damit eine Karriereperspektive im Handwerk zu schaffen. Sie umfasst 112 Unterrichtsstunden und wird vom 30.Juli bis 17. August 2018 im Zentrum für Ernährung und Gesundheit (ZEG) der HwK in Koblenz durchgeführt. Die Qualifizierung ist überfachlich ausgerichtet und kann daher von Ingenieurinnen und -ingenieuren aller Fachrichtungen besucht werden. Lehrerinnen und Lehrer, die aus ihrer Heimat mit nur einem Unterrichtsfach nach Deutschland gekommen sind und damit kaum die Chance haben, in den Schuldienst einzutreten, erwerben durch die erfolgreiche Teilnahme an diesem Projekt die Qualifikation, um bei Bildungsträgern tätig werden zu können. Voraussetzung für eine Teilnahme sind Deutschkenntnisse, die mindestens auf B-2-Niveau liegen.

Seit 2001 ruft der UNHCR am 20. Juni den Weltflüchtlingstag aus, um die Stärke, den Mut und die Widerstandsfähigkeit von Menschen, die gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen, zu würdigen. Der diesjährige Weltflüchtlingstag bietet Anlass, einen Blick auf die Beschäftigungssituation von Geflüchteten in Deutschland zu werfen.

Wie kann es gelingen, geflüchtete Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren? ARBEIT & LEBEN als Träger des Teilprojekts „BRÜCKE in den Arbeitsmarkt – Ein branchenspezifisches Vermittlungsprojekt von Flüchtlingen in Arbeit“ im IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz macht es vor. In den vergangenen beiden Jahren wurden über 40 Geflüchtete auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt begleitet.Gut die Hälfte von ihnen hat bereits den Weg hinter das Steuer eines Busses im ÖPNV von Mainz geschafft. Die Broschüre beschreibt Planung und Aufbau der Maßnahme, benennt die Herausforderungen und gelingenden Faktoren. Zur Dokumentation. 

Bevor Geflüchtete eine Chance auf eine geregelte Arbeit haben, ist es oft ein langer Weg. Bei einer Fachtagung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken, haben Experten darüber diskutiert, wie man diesen Weg ebnen kann. „Das ist eine umfassende Aufgabe, an der viele gesellschaftliche Institutionen mitwirken müssen, denn wir haben es nicht mit einer homogenen Gruppe zu tun“, sagte Benjamin Wehbring, koordinierender Leiter des Fachbereiches Markt und Integration der Regionaldirektion. Zu unterschiedlich sind die beruflichen Qualifikationen und Kenntnisse, die die Asylsuchenden nach Deutschland mitbringen.

Wie können geflüchtete Menschen in Deutschland in Lohn und Brot gebracht werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Fachtagung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken. Auch verschiedene Projekte des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz waren vertreten, darunter die Hochschule Kaiserslautern mit dem Teilprojekt „Ingenieurwissenschaftliche abschlussorientierten Qualifizierung“ (IAQ), Arbeit & Leben mit „IKKÖ - von Interkultureller Kompetenz zu Interkultureller Öffnung für Arbeitsverwaltung und KMU“ sowie die Koordinierungsstelle des IQ Landesnetzwerks, die am Infostand über die verschiedenen Angebote des IQ Netzwerks in den Bereichen Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung, Qualifizierungen und interkulturelle Kompetenzentwicklung informierte. 

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Ulrike Pingel (Koordination IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz) und Hans Peter Wilka (MIP.Consulting) informierten über Angebote. (Foto IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz) 

 

Die zeitnahe Anerkennung von ausländischen Abschlüssen in akademischen und nicht-akademischen Gesundheitsfachberufen ist sowohl für die Fachkräfte selbst als auch für den hiesigen Arbeitsmarkt ein zentrales Anliegen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass einerseits die Antragstellung häufig sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, andererseits haben die Ratsuchenden Schwierigkeiten, den Bescheid der anerkennenden Stelle richtig zu interpretieren und die notwendigen Schritte, wie z.B. Anpassungsqualifizierungen, daraus abzuleiten. In Rheinland-Pfalz haben sich das IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz und das Landesamt für Soziales,Jugend und Versorgung (LSJV) zusammengetan, um Prozesse zu optimieren und zu beschleunigen. Das Good Practice  illustriert Herausforderungen, Ansätze und Ergebnisse. 

Am 5. Juni ist wieder Deutscher Diversity Tag und zahlreiche Projektpartner im IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz beteiligen sich daran.

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Am 23. August startet der vierte Lehrgang "Systematik des deutschen Bau- und Planungswesens" in Mainz. Die vierwöchige von ESF und BAMF finanzierte Qualifizierung im Förderprogramm IQ richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund, die im Ausland ein Studium des Ingenieur- und/oder Planungswesens oder der Architektur abgeschlossen haben. Mit der Qualifizierung, die am 21. September 2018 endet, verbessern sie ihre Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt, weil sie ihre fachlichen, methodischen und fachsprachlichen Kompetenzen erweitern. Wer sich für diesen vierwöchigen Lehrgang interessiert, kann sich über Teilnahmevoraussetzungen und Inhalte vorab auf einer Infoveranstaltung informieren: 
Sie findet statt am: Dienstag, den 26.06.2018 um 14:00 Uhr im Konferenzzentrum der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz, Steingasse 9 in 55116 Mainz.
Um Anmeldung bis zum 22.06.18 per E-Mai an Angelika Krebs vom Veranstalter Akademie der Ingenieure wird gebeten.
E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

weitere Informationen finden Sie hier

 

Der Landesverband Syrischer Akademiker Rheinland-Pfalz (LSA-RL) und das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz haben Ende April eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Unterzeichnenden planen gemeinsame Veranstaltungen mit Bezug zu den Themen Arbeitsmarktintegration, berufliche Anerkennung und interkulturelle Kompetenzentwicklung. Zudem vermittelt der LSA-RL Personen mit Beratungsbedarf in Fragen zur beruflichen Anerkennung an die IQ Beratungsstellen. Weitere Kooperationsgelegenheiten werden gemeinsam entwickelt.

Der Landesverband Syrischer Akademiker wurde 2017 gegründet. Er will Studierenden und Hochschulabsolventen aus Syrien eine Stimme geben und sie beim Ankommen in Deutschland unterstützen. Die Ziele des Vereins sind nach Angaben des Gründers Abdulkader Baki: Hilfen für geflüchtete Studierende auf dem schwierigen Weg an die Hochschule, Vermittlung von Grundsätzen der Demokratie für die Neuankömmlinge und der deutsch-syrische Kulturaustausch.

IQ Rheinland-Pfalz ist bei der Unterzeichnung vertreten durch die Koordinierungsstelle des Landesnetzwerks im Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism) und dem Projektpartner MIP - Medici in Posterum GmbH

Koop IQ RLP und LSA RLP

Foto v.l.n.r.: Abdulkader Baki (LSA-RLP), Hans-Peter Wilka (MIP), Basel Halabi (LSA-RLP), Ulrike Pingel (ism), Faten Baydoun (LSA-RLP), nicht im Bild: Sebastian Lange (ism) / Fotoquelle: ism