Berufliche Integration gelingt besser, wenn sich Arbeitsmarktakteure vernetzen und gemeinsam an einem Strang ziehen. In Rheinland-Pfalz arbeiten wir als IQ Landesnetzwerk mit Partnern vor Ort zusammen. Vor Ort - das heißt in den Regionen, in den Kommunen. Wir unterstützen unsere Partner in Mainz, Rheinhessen, in Koblenz, Ludwigshafen, in der Südpfalz, im Landkreis Mayen-Koblenz, in Trier oder Zweibrücken bei der Umsetzung konkreter Aktivitäten und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Migrantinnen und Migranten.

Aktuelles 

Am Montag, den 13. August 2018, ist im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz der erste Live-Online-Deutschkurs gestartet. Insgesamt elf Pädagoginnen und Pädagogen aus sieben Herkunftsländern, darunter allein vier aus Syrien, nehmen an diesem Sprachkurs mit dem Zielniveau C1 teil. Organisiert und durchgeführt wird der Kurs mit Hilfe von VIONA®, der Virtuellen Online Akademie. Die Teilnehmenden überwinden so räumliche Distanzen innerhalb von Rheinland-Pfalz, indem sie sich ganz einfach via Internet, PC und Headset mit ihrer Dozentin und den anderen Kolleginnen und Kollegen treffen. 

Die Pädagogen und Pädagoginnen, viele von ihnen schon mit Berufserfahrung als Lehrer bzw. Lehrerin im Heimatland, möchten ihre Deutschkenntnisse verbessern, um in Rheinland-Pfalz in einem pädagogisch ausgerichteten Berufsbereich arbeiten zu können. Der Kurs endet im November 2018 mit der allgemein anerkannten TestDaF-Sprachprüfung

Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstandes, hat auf ihrer Sommerreise einen Zwischenstopp in Rheinland-Pfalz eingelegt und das IQ Projekt "Brücke in den Arbeitsmarkt", in dem Geflüchtete zu Busfahrern qualifiziert wurden, besucht. Von den Beteiligten - Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG), ARBEIT & LEBEN und IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz - wollte sie wissen, wo die Herausforderungen liegen und welche Faktoren zum Gelingen einer solchen Maßnahme beitragen. Von den 36 Männern, die in den Jahren 2016, 2017 und 2018 an der Qualifizierung teilnahmen, sind bereits drei Viertel versicherungspflichtig bei der MVG als Busfahrer beschäftigt. Man ist zuversichtlich, dass bis Ende 2018 alle Qualifizierungsteilnehmer die noch ausstehenden Prüfungen bestehen, um ebenfalls für die MVG in Mainz und Umgebung als Busfahrer unterwegs sein zu können. Ulrike Pingel, Koordinatorin des IQ Netzwerks Rheinland-Pfalz, freut sich, wenn dieses Projekt auch andere Unternehmen zur Integration von Geflüchteten inspiriert und motiviert.

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Annelie Buntenbach (5. v.l.) besucht die MVG und verschafft sich einen Überblick über die erfolgreiche Qualifizierung von Geflüchteten zu Busfahrern. (Foto: IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz)

Die Koordinierung des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz beim ism - Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. startet am heutigen Montag, den 23.07.2018 bis zum 03.08.2018 (12:00 Uhr) das Interessenbekundungsverfahren zur Beteiligung als Teilprojektpartner im IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz für die Jahre 2019-2022 im Förderprogramm “Integration durch Qualifizierung (IQ)“. 

Beachten Sie hierfür bitte die Informationen in der Bekanntmachung des IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz.
Nutzen Sie zur Einreichung von Interessenbekundungen per Post und per E-Mail ausschließlich das dafür vorgesehene Formular:
Interessensbekundungsformular IQNetzwerk Rheinland-Pfalz
Gesucht werden integrations-, bildungs- und arbeitsmarktpolitisch aktive Träger als operative Partner, die sich entsprechend landesspezifischer Bedarfe mit innovativen und fundierten Projektideen in der Förderrunde 2019-2022 beteiligen möchten. Die Teilnahme am Interessensbekundungsverfahren durch Migrantenorganisationen ist besonders erwünscht.
Die Bekanntmachung bezieht sich auf den am Freitag, den 20.07.2018 veröffentlichten Aufruf der Fördermittelgeber
Das Interessenbekundungsverfahren für das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz erfolgt im Rahmen der Richtlinie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales über besondere Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Integration von Personen mit Migrationshintergrund (Berufliche Integration von Personen mit Migrationshintergrund – Integration durch Qualifizierung (IQ) vom 04. November 2004) und der Förderrichtlinie für einen zusätzlichen Handlungsschwerpunkt zur Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten im Kontext des Anerkennungsgesetzes im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ im Rahmen des Operationellen Programms des Bundes für den Europäischen Sozialfonds (ESF) in der Förderperiode 2014 – 2020 (ESF-Qualifizierung im Kontext Anerkennungsgesetz), vom 15. Oktober 2014.
Zur Beachtung: das Förderhandbuch und die Förderrichtlinie
Das Interessenbekundungsverfahren IQ Rheinland-Pfalz endet am 03.08.2018 (12:00 Uhr)
Rückfragen zum Interessensbekundungsverfahren richten Sie bitte ausschließlich per Mail an die Koordinierungsstelle des Landesnetzwerks unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ulrike Pingel und Dr. Ralf Sänger
Koordinierung IQ Rheinland-Pfalz beim
Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. - ism
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ verfolgt das Ziel, die Arbeitsmarktintegration erwachsener Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Seit 2005 werden entsprechende Konzepte, Instrumente und Handlungsempfehlungen entwickelt und umgesetzt. Das Förderprogramm IQ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit umgesetzt. Die Finanzierung des Programms erfolgt mit Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Europäischen Sozialfonds.

„Wir sind noch nicht einmal drei Jahre in Deutschland, und jetzt arbeite ich hier als approbierte Apothekerin. Vor einem Jahr war es noch ein Traum – jetzt ist er wahr geworden!” Shaza Asaad steht da in ihrem weißen Apothekerinnenkittel und strahlt. Wie ihr Kollege Hussam Helal hat sie an der ersten Qualifizierung „Apotheker für die Zukunft” teilgenommen, die im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz durchgeführt wurde. Den Weg der beiden Syrer, die vor wenigen Jahren nach Deutschland kamen, die vielen Hürden, die sie nehmen mussten, eh sie ihr Ziel - endlich wieder in ihrem Beruf als Apothekerin und Apotheker arbeiten zu dürfen - erreichten, dokumentiert diese Broschüre

Für Personen, die ihren pädagogischen Abschluss im Ausland erworben und Sprachkenntnisse mindestens auf B2-Niveau haben, bietet die ProfeS GmbH in Landau, als Teilprojektpartner im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz, eine neue Brückenmaßnahme an. Die Inhalte dieser pädagogischen Qualifizierung werden in 150 Unterrichtseinheiten als Blockseminare vermittelt. Start in Landau ist der 1. August, am 10. Dezember 2018 endet die Qualifizierung. Ziel ist, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss bundesweit bei Bildungsträgern bewerben und in der Erwachsenenbildung arbeiten können. Welche fachlichen Einsatzbereiche sie dann abdecken können, hängt von der Ausrichtung ihres jeweiligen Studiums ab. So könnten sie eingesetzt werden für die Durchführung von Coachingmaßnahmen und Bewerbungstrainings, oder als Dozenten für Weiterbildungen im kaufmännischen,gewerblich-technischen oder Dienstleistungsbereich. Weitere Informationen zum neuen Angebot sowie Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte hier

 

Nachdem das Projekt „VIONA® – virtuelles Klassenzimmer, berufliche Qualifizierung“ bereits sehr erfolgreich im IQ Landesnetzwerk Niedersachsen läuft, können jetzt auch die Teilprojektträger im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz Interessierten eine virtuelle Maßnahme anbieten. Angeboten wird die „Virtuelle und sprachliche Qualifizierung für Pädagoginnen und Pädagogen“, die ihren Hochschulabschluss im Ausland erworben haben und vom Sprachniveau B2 als Ausgangsvoraussetzung auf C1 gelangen. Ziel ist, dass sie im Rahmen der 240 Lehreinheiten ihre Kompetenzen erweitern, um hierzulande künftig bei einem Bildungsträger, einer Schule oder in der Erwachsenenbildung arbeiten zu können.

Durchgeführt werden die Qualifizierungen vom Institut für Berufliche Bildung (IBB). Wir sprachen mit Tammo Schäfer, der beim IBB die Projektverantwortung für VIONA hat. (Foto: IBB)  

Tammo Schäfer Projektkoordinator IBB

Große Wiedersehensfreude gab es bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der ersten Qualifizierung "Apotheker für die Zukunft" im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz, die Anfang 2017 begann und Ende 2017 ihren Abschluss fand: Gut ein halbes Jahr nach Kursende traf sich ein Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder, um gemeinsam auf die Zeit der Qualifizierung zurückzublicken und sich über das, was seitdem passiert ist, auszutauschen. Von den insgesamt 16 Teilnehmenden haben bisher 12 erfolgreich im ersten Anlauf die Kenntnisprüfung absolviert. Einige arbeiten bereits als approbierte Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz, andere sind gerade auf Stellensuche. Im Verlauf des Jahres werden auch die übrigen nach und nach ihre Kenntnisse als Pharmazeutinnen und Pharmazeuten unter Beweis stellen und die Prüfung versuchen, abzulegen. "Der Kurs hat uns wirklich geholfen. Wir hatten eine Orientierung, wie und was wir lernen sollten", sagt eine der Teilnehmerinnen beim informellen Zusammentreffen. Seitdem ist viel passiert: Ein zweiter Kurs, der Anfang 2018 startete, endete vergangene Woche. Und ein weiterer steht kurz bevor: Er beginnt im August und ist bereits ausgebucht. Auch für 2019 und 2020 sind Qualifizierungen für Apothekerinnen und Apotheker, die im Ausland ihren Abschluss erworben haben und hier gemäß ihrer Qualifikation arbeiten wollen, geplant. 

Abschlusstreffen Kurs 1 Apotheker für die Zukunft

 

   

 

 

 

 

 


Bild: MIP.Consulting 

 

Beim Fest für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gab es gleich dreifachen Grund zum Feiern: Zum einen war der Anlass die Verschmelzung der Mainzer Verkehrsgesellschaft und CityBus Mainz, im Zuge dessen die Wahl des neuen Betriebsrates, zum anderen wurde der Diversity Tag plakatiert und begangen – die Mainzer Mobilität beschäftigt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 35 Nationen. Dazu passte gut das Motto „Vielfalt im Herzen – Einheit im Betrieb“. Anlässlich des Verschmelzungsfests redete sogar der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling, der die Bedeutung des Öffentlichen Personennahverkehrs, gerade in einer wachsenden Stadt wie Mainz, hervorhob. Weitere Grußworte folgten vom Vorstandsvorsitzenden der Mainzer Stadtwerke, Dr. Tobias Brosze, und dem Betriebsrat der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH. Aufgrund der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit ARBEIT & LEBEN kamen auch Gabriele Schneidewind, die Geschäftsführerin, und Sibel Soyer, Projektmitarbeiterin, zu Wort. Unter anderem arbeiten sie im Rahmen von zwei Projekten im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ eng mit dem Mainzer Verkehrsunternehmen zusammen. Nicht nur, dass sie das Projekt, bei dem Geflüchtete zu Busfahrern qualifiziert werden, sprachlich und fachlich begleiten. Sie sind auch mit dem IQ Teilprojekt „IKKÖ – von Interkultureller Kompetenz zu interkultureller Öffnung“ an der Seite der Mainzer Verkehrsgesellschaft und unterstützten auf dem Weg zur Unterzeichnung der Charta der Vielfalt (2016), womit sich Unternehmen zu einer Organisationskultur der Vielfalt und zu einem Arbeitsumfeld, frei von Vorurteilen, bekennen. Auch bei der Ausgestaltung des Verschmelzungsfests waren sie involviert und berieten „kultursensibel“: So fand die Veranstaltung nach Ende des Ramadan statt.(Fotos: IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz)

Vielfalt im Herzen Einheit im Betrieb 2018 06 17 Verschmelzungsfest 3

Die Veranstaltung „Iftar – Fastenbrechen. Interkulturelle Begegnung für Vernetzung und Austausch“ nutzten das Projektteam von „So geht´s! Unternehmen beschäftigen Geflüchtete erfolgreich!“ der Mainzer Kompetenz Initiativen e.V. Mainz (mki), die Deutsch-Türkische Akademie für Wissenschaft, Wirtschaft und interkulturelle Arbeit (DETU) sowie das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz auch, um auf den Diversity-Tag, der für einen offenen und respektvollen Umgang mit Vielfalt wirbt, aufmerksam zu machen. Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft waren ins rheinhessische Bodenheim gekommen, um gemeinsam das Fastenbrechen zu begehen. Zuvor machten einige Redner, darunter Miguel Vicente, Beauftragter der rheinland-pfälzischen Landesregierung für Migration und Integration, auf die Bedeutung von Diversity aufmerksam. Vielfalt müsse zusammen gelebt und geteilt werden. Ein Ausdruck davon sei auch das gemeinsame Fastenbrechen. Mehr Infos zur Veranstaltung am 5.6.18. 

Hochschulausbildungen aus dem Ausland entsprechen nicht immer den Anforderungen an eine adäquate deutsche akademische Ausbildung. So kommt es dann vor, dass ein Übergang in entsprechende Beschäftigung nicht nur an fehlenden Deutschkenntnissen scheitern kann, sondern beispielsweise auch daran, dass ein technisches Studium im Herkunftsland nur zwei Jahre dauert oder Lehrerinnen und Lehrer in nur einem Fach ausgebildet wurden. Die Handwerkskammer (HwK) Koblenz bietet als Teilprojektpartner im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz speziell Bauingenieurinnen und -ingenieuren eine Qualifizierung an, die ihnen die Möglichkeit gibt, den Meistertitel im Maurer- und Betonbauerhandwerk zu erwerben und sich damit eine Karriereperspektive im Handwerk zu schaffen. Sie umfasst 112 Unterrichtsstunden und wird vom 30.Juli bis 17. August 2018 im Zentrum für Ernährung und Gesundheit (ZEG) der HwK in Koblenz durchgeführt. Die Qualifizierung ist überfachlich ausgerichtet und kann daher von Ingenieurinnen und -ingenieuren aller Fachrichtungen besucht werden. Lehrerinnen und Lehrer, die aus ihrer Heimat mit nur einem Unterrichtsfach nach Deutschland gekommen sind und damit kaum die Chance haben, in den Schuldienst einzutreten, erwerben durch die erfolgreiche Teilnahme an diesem Projekt die Qualifikation, um bei Bildungsträgern tätig werden zu können. Voraussetzung für eine Teilnahme sind Deutschkenntnisse, die mindestens auf B-2-Niveau liegen.

Seit 2001 ruft der UNHCR am 20. Juni den Weltflüchtlingstag aus, um die Stärke, den Mut und die Widerstandsfähigkeit von Menschen, die gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen, zu würdigen. Der diesjährige Weltflüchtlingstag bietet Anlass, einen Blick auf die Beschäftigungssituation von Geflüchteten in Deutschland zu werfen.