Das Förderprogramm IQ - die aktuelle Förderphase
In Deutschland leben ca. 25,2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Davon leben rund 1,2 Millionen Menschen in Rheinland-Pfalz. Unterschiedliche Hürden erschweren diesen Personen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sie sind etwa doppelt so stark von Arbeitslosigkeit betroffen wie Menschen ohne ausländische Herkunft. Viele Migrant:innen verfügen über Berufsabschlüsse, die in Deutschland nicht anerkannt sind.
Gleichzeitig suchen Unternehmen in zahlreichen Branchen Fachkräfte, die helfen, die Bedarfslücke zu schließen. Um diese Betriebe, insbesondere KMU, dabei zu unterstützen ihre Fachkräftelücke mit Arbeits- und Fachkräften aus dem Ausland zu schließen, richtet das Förderprogramm IQ - Integration durch Qualifizierung in der aktuellen Förderphase (2026 bis 2028) auch das Augenmerkt auf die Unternehmen.
Der Auftrag
Als ein zentrales arbeitsmarktpolitisches Instrument der Bundesregierung hat sich das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierte durchgeführte „Förderprogramm IQ - Integration durch Qualifizierung" (nachfolgend Förderprogramm IQ) etabliert. Das Förderprogramm IQ dient zur Verbesserung der nachhaltigen und bildungsadäquaten Integration von erwachsenen Menschen ausländischer Herkunft und ausländischer Berufsqualifikation in den Arbeitsmarkt. Nach seinem erfolgreichen Verlauf in der ESF-Förderperiode 2014 bis 2020 und vor dem Hintergrund der zunehmenden beruflichen Passungsprobleme am Arbeitsmarkt, wird das Programm in der ESF Plus-Förderperiode 2021 bis 2027 weiterentwickelt. Zur nachhaltigen Stärkung der Fachkräftegewinnung und -sicherung in Deutschland knüpft das Programm an den bisher erzielten Ergebnissen an und entwickelt inhaltlich neue Konzepte und Lösungen. IQ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Europäische Union über den ESF Plus in zwei Förderrunden – 2023 bis 2025 und 2026 bis 2028 – finanziert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) administriert.
Struktur des Programms
Das Förderprogramm IQ wird in Regionalen Integrationsnetzwerken für internationale Arbeitskräfte (RINIA) und Regionale Integrationsnetzwerk Willkommens- und Anerkennungskultur internationaler Arbeitskräfteumgesetzt. In Rheinland-Pfalz gibt es drei Netzwerke: die beiden Regionalen Integrationsnetzwerke für internationale Arbeitskräfte in der Region Trier (RINIA IQ in Trier) und in allen anderen Landesteilen (RINIA IQ in RLP) sowie das Regionale Integrationsnetzwerk Willkommens- und Anerkennungskultur in RLP (IQ RINWA Arrival+ RLP).
Bundesweit gibt es 21 RINIA und 17 RINWA sowie 59 Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstellen (AQBs), die zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse beraten. Ergänzt wird das Angebot durch 9 berufs- und qualifikationsübergreifende Aktivierungsprojekte (BBQA).
Es gibt zwei bundesweite IQ Fachstellen. Diese sind für Beratungen, Auskünfte und Informationen zu den Inhalten des Förderprogrammes und zu den Fragen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes zuständig. Sie beraten und begleiten die Regionalen Integrationsnetzwerke:
Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage des IQ Netzwerkes: www.netzwerk-iq.de