Pro Social Business betreut als Partner im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz das Projekt "IQ Service Gründungsunterstützung Rheinland-Pfalz"hat eine zweiteilige Online-Fortbildung zum Thema „Gründen Migrant*innen anders? Existenzgründung von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung“ entwickelt. Adressaten der Online-Fortbildung sind Arbeitsmarktakteure, und Multiplikator*innen/Organisationen, die mit Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund im Hinblick auf Gründung oder Arbeitssuche im pfälzischen Teil der Metropolregion Rhein-Neckar arbeiten.

Wer Interesse hat, meldet sich vorab für die kostenlose Fortbildungsreihe an und hat dann 7 Tage lang Zugriff auf 11 Videos aus den Themenfeldern Migrantenökonomie und migrationsspezifischer Beratungskonzepte. Die Videos sind ab 4.12.20 freigeschaltet.Zusätzlich finden am 14., 15. und 17. Dezember drei virtuelle Live-Veranstaltungen statt zum Thema: Gründen Migrant*innen anders? Alle weiteren Infos finden sich im Online-Veranstaltungen

Am 1. März 2020 trat das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft, das Menschen aus Drittstaaten den Eintritt in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern soll. Unter anderem wurden hierfür Kontaktstellen für Unternehmen, die Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern einstellen wollen, geschaffen. Das IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz hat hierfür drei berufsfeldspezifische Angebote etabliert. Es handelt sich um drei Beratungs- und Servicestellen in den Berufsfeldern Pflege, MINT und Handwerk. Die Beraterinnen und Berater informieren und unterstützen Unternehmen in Rheinland-Pfalz bei der Einstellung internationaler Fachkräfte und sie sind zugleich Anlaufstelle für diejenigen, die hier arbeiten wollen und sprachliche und fachliche Qualfizierungsbedarfe haben. Ein Flyer bietet eine Übersicht über die IQ Angebote zur Fachkräfteeinwanderung in Rheinland-Pfalz. 

Im Rahmen eines Beitrags für die ARD wollte der SWR wissen, inwiefern Corona zur Integrationshürde wird. Unter anderem wurde Antonia Plötz-Bernhard vom IQ RLP Projektträger ProfeS dazu befragt. "Die Integration von Geflüchteten in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt gestaltet sich derzeit langsamer und schwieriger." Als Beispiel nennt die IQ Beraterin den Pflegebereich und berichtet, dass Praktika in der Pflege aufgund der strengen Hygienerichtlinien aktuell kaum möglich sind. Dabei seien Praktika gerade für die Menschen, die noch keine Berufserfahrung in Deutschland haben, immens wichtig, so Plötz-Bernhard. Hier gehts zum kompletten Artikel.

Das IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz hat schon im Frühjahr auf die Einschränkungen durch die Pandemie reagiert und bietet Zugewanderten und Geflüchteten Beratungen via Telefon, E-Mail und Video an. Auch Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen finden virtuell statt. 

In seiner Heimat Ägypten hatte Ahmad Homos beruflich schon fast alles gemacht, was man sich vorstellen kann: eine Ausbildung zum Elektriker, ein Informatikstudium, er war Empfangschef im Hotel, Marketingbetreuer und Inhaber einer Lebensmittelfabrik. Diese vielfältigen Kenntnisse und Qualifikationen, vor allem aber auch seine Willenskraft, halfen ihm, als er den Entschluss fasste, zu gründen. 2019 machte er sich mit einer Kaffeerösterei in Kusel, einer Kleinstadt im nordpfälzischen Bergland, selbstständig. Große Unterstützung erhielt der vierfache Familienvater während der Vorgründungs- und Gründungsphase von Pro Social Business im Rahmen des Projekts „IQ Gründungsunterstützung Rheinland-Pfalz“ im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz. „Man hat mir unkompliziert und unbürokratisch geholfen und mein Vorhaben von Anfang positiv und motivierend begleitet. Das kannte ich so bisher nicht“, bilanziert der Unternehmer. Und Karin Silvestri, die ihn als Beraterin bei Pro Social Business begleitete, sagt, dass Ahmad Homos eine ganz wichtige unternehmerische Stärke besitzt: "Als er erkannte, dass an dem Standort Kusel Kaffee allein nicht genügt, um den Laden aufrecht zu erhalten, schaltete er blitzschnell um, überlegte, was gebraucht werden könnte und erweiterte sein Sortiment.“ Zum Porträt von Ahmad Homos

Das Portal Anerkennung in Deutschland bietet Informationen rund um die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen. Anhand von Porträts aus verschiedenen Berufsgruppen wird immer wieder deutlich, welche Schritte diejenigen unternehmen müssen, um in Deutschland gemäß ihrer Ausbildung arbeiten zu können. Auch Ahmad Rez erzählt seine Geschichte: In Syrien hatte er acht Jahre lang eine Apotheke. Als er nach Deutschland kam, um hier als Apotheker zu arbeiten, musste er die Approbation erlangen. Sein Weg dahin schildert das Porträt des 37Jährigen, der heute in einer Apotheke in Lahnstein beschäftigt ist. 

Bereits zum sechsten Mal findet die Ingenieurqualifizierung IAQ im Rahmen des IQ Netzwerks statt. Diesmal nehmen 12 Ingenieurinnen und Ingenieure, die im Ausland ihren Abschluss gemacht haben, an der 12monatigen Brückenqualifzierung teil. Durchgeführt wird sie vom IQ Partner, der Hochschule Kaiserslautern, am Campus Zweibrücken. Coronabedingt wurde diesmal ein hybrides Konzept aus Online- und Präsenzveranstaltungen entwickelt. Die Teilnehmenden stammen aus Indien, Syrien, der Ukraine, Türkei und dem Iran und haben Abschlüsse erworben in Elektrotechnik, Umweltschutztechnik, Maschinenbau und Chemieingenieurwesen.

Gruppenfoto IAQ VI 1

In 2018 erstellte das IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz eine Porträtreihe, die in der Broschüre "Gute Aussichten! Internationale Fachkräfte in Rheinland-Pfalz" mündete. Auch in diesem Jahr haben wir uns wieder ein paar interessante Menschen rausgesucht, die wir gerne in Text und Bild fotografieren wollen und die mit ausländischem Abschluss nach Deutschland kamen und in Rheinland-Pfalz ihren Weg gehen. Den Auftakt macht Ahmad Rez, der seit 2018 als Apotheker in der Viktoria Apotheke in Lahnstein arbeitet. Er kam 2015 aus Syrien über die Türkei nach Deutschland und bereitete sich schon in seiner Heimat intensiv auf die deutsche Sprache vor. Das ist, so seine Erfahrung, das Wichtigste, um die Prüfungen zu bestehen, die letztendlich zur Approbation führen. Hier geht's zu seiner Geschichte

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Aufgrund von Corona treffen wir Ahmad Rez nicht in der Apotheke in Lahnstein, in der er arbeitet, sondern am Rhein-Ufer. 

 

Bedingt durch die aktuelle Corona Krise nehmen wir verstärkt wahr, dass Diskriminierung und Rassismus nicht nur auf persönlicher, sondern auch struktureller Ebene auftreten. Menschen mit Migrationsgeschichte sind zum Beispiel wesentlich häufiger von Arbeitslosigkeit, von prekären Arbeitsverhältnissen oder von gering bezahlter Arbeit trotz guter Qualifikation betroffen. Auch verhindern Vorurteile und Stereotype nach wie vor eine Beschäftigung oder Aufstiegschancen. 

Um Diskriminierung abzubauen, müssen Zugangswege zum Arbeitsmarkt von verschiedenen Seiten weiter geöffnet werden. Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ setzt sich seit vielen Jahren für Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit Migrationsgeschichte ein. Das IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz als Teil des Förderprogramms IQ unterstützt daher die systematische Auseinandersetzung mit der Thematik und hat gemeinsam mit anderen IQ Landesnetzwerken und IQ Fachstellen folgende Erklärung unterzeichnet: Diskriminierung kommt in der Krise noch mehr zum Vorschein! Lesen Sie die gemeinsame Erklärung. 

Die Kolleg*innen im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz trauern um Rainer Aliochin, der am 23. Juli 2020 unerwartet und plötzlich verstarb. Der Geschäftsführer des AAU e.V. Nürnberg hinterlässt eine große Lücke als Kollege und Experte im Bereich der Migrantenökonomie, für deren Stärkung er sich innerhalb wie außerhalb des Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung (IQ)" unermüdlich einsetzte. Im Rahmen von IQ  und BQN, den beruflichen Qualizfizerungsnetzwerken, begegneten wir Rainer Aliochin immer wieder seit 2005 und lernten ihn als klugen Ratgeber, leidenschaftlichen Netzwerker und verlässlichen Partner mit viel Humor und Schaffenskraft kennen. Er hat immer wieder Impulse gesetzt und Anstöße gegeben, vor allem, wenn es um Migrantenökonomie, migrantische Ausbildungsbetriebe und Auszubildende ging. Er wird fehlen!

Rainer Aliochin

Das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz bietet zum zweiten Mal eine Fortbildungsreihe im Bereich Sprachcoaching für Arbeit und Beruf an. Diese richtet sich vor allem an Deutschlehrkräfte (DaF/DaZ). Die geplanten Termine für die jeweiligen Module sind: 18./19. September 2020, 16./17. Oktober 2020, 27./28. November 2020, 15./16. Januar 2021, 12./13. Februar 2021. Veranstaltungsort ist das ism Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. in der Mainzer Altstadt eingeplant. Aufgrund der Corona-Pandemie kann es jedoch auch kurzfristig zu einer Verlegung an einen anderen Tagungsort oder in den virtuellen Raum kommen.

Bitte richten Sie Ihre Anmeldung mit einem Motivationsschreiben und einer kurzen Darstellung Ihrer bisherigen DaF/DaZ-Erfahrung zur Teilnahme per E-Mail bis zum 21.08.2020 an:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen im Dokument anbei