Heute fand die Abschlussveranstaltung der bereits vierten Ingenieurqualifizierung in Mainz statt. 18 Männer und Frauen aus Syrien, dem Iran, Russland, der Ukraine, aus Bosnien-Herzegowina und dem Libanon haben sich vier Wochen lang intensiv weiterqualifiziert in Themen des deutschen Bau- und Planungswesens, um nun schneller eine Stelle in einem Bau-, Planungs- oder Architekturbüro oder auch einer Stadtverwaltung zu finden. Sie alle haben in ihrer Heimat ein Studium in jenen Bereichen absolviert. Die Abschlussveranstaltung bot eine gute Gelegenheit direkt mit suchenden Unternehmen in Kontakt zu kommen. Erst stellten sie sich und ihre offenen Stellen vor, darunter waren die Personalverantwortlichen der Städte Freiburg und Trier sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Ingenieur- und Architekturbüros. Dann konnten Sie direkt mit den Teilnehmenden der Qualifizierung ins Gespräch kommen und deren Bewerbungsmappen mitnehmen. "Wir haben großen Bedarf an Ingenieuren, nicht nur an Bauingenieuren, und haben bereits gute Erfahrungen mit den Absolventen der Ingenieurqualifizierung gemacht", erzählt Wilhelmina Katzschmann vom IGB Ingenieurbüro Katzschmann. 

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Fit für die Zukunft nach einer vierwöchigen Qualifizierung. (Bild IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz)

Über die erfolgreiche Qualifizierung im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz von Geflüchteten zu Busfahrern in Mainz berichtete kürzlich auch das ZDF in der Sendung "heute - in Deutschland". Los geht es ab Minute 7:20. ZDF heute

19 Frauen und Männer starten heute in die vierte Ingenieurqualifizierung in Mainz. Vier Wochen lang werden die studierten Bauingenieurinnen und -ingenieure, Elektroingenieurinnen und Ingenieure und Architektinnen und Architekten aus Syrien, dem Iran, dem Libanon, Russland, Bosnien-Herzegowina und der Ukraine fit gemacht. Unter anderem stehen diese Themen auf dem Stundenplan: Bauorganisation, Projektmanagement, Termin- und Kostenplanung, rechtliche Grundlagen, Kommunikation und Arbeitskultur sowie Bewerbungscoaching. Ziel ist, dass die Teilnehmenden der IQ Qualifizierung anschließend leichter eine Arbeit im Bereich Planen und Bauen, Architektur und Ingenieurwesen finden. Die Abschlussveranstaltung findet am 21. September in Mainz statt. Unternehmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Bereichen suchen, präsentieren dabei auch ihr Stellenangebot und treten mit den potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten in Kontakt. 

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23.8.18: Die Ingenieurqualifizierung startet mit 19 Männern und Frauen. (Bild IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz)

 

 

Sprechen wir über Europa, sprechen wir über den ESF: Was bedeutet die EU für mich und meine Arbeit? Welche Förderungen gibt es für den Arbeitsmarkt? Warum brauchen wir Europa für gute Arbeit? Diskutieren Sie direkt mit Bundesminister Hubertus Heil: Am 21. August, 17 Uhr, in einem Live-Chat auf dem Facebook-Kanal des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). https://www.facebook.com/events/251522615461695/.

Am Montag, den 13. August 2018, ist im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz der erste Live-Online-Deutschkurs gestartet. Insgesamt elf Pädagoginnen und Pädagogen aus sieben Herkunftsländern, darunter allein vier aus Syrien, nehmen an diesem Sprachkurs mit dem Zielniveau C1 teil. Organisiert und durchgeführt wird der Kurs mit Hilfe von VIONA®, der Virtuellen Online Akademie. Die Teilnehmenden überwinden so räumliche Distanzen innerhalb von Rheinland-Pfalz, indem sie sich ganz einfach via Internet, PC und Headset mit ihrer Dozentin und den anderen Kolleginnen und Kollegen treffen. 

Die Pädagogen und Pädagoginnen, viele von ihnen schon mit Berufserfahrung als Lehrer bzw. Lehrerin im Heimatland, möchten ihre Deutschkenntnisse verbessern, um in Rheinland-Pfalz in einem pädagogisch ausgerichteten Berufsbereich arbeiten zu können. Der Kurs endet im November 2018 mit der allgemein anerkannten TestDaF-Sprachprüfung

Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstandes, hat auf ihrer Sommerreise einen Zwischenstopp in Rheinland-Pfalz eingelegt und das IQ Projekt "Brücke in den Arbeitsmarkt", in dem Geflüchtete zu Busfahrern qualifiziert wurden, besucht. Von den Beteiligten - Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG), ARBEIT & LEBEN und IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz - wollte sie wissen, wo die Herausforderungen liegen und welche Faktoren zum Gelingen einer solchen Maßnahme beitragen. Von den 36 Männern, die in den Jahren 2016, 2017 und 2018 an der Qualifizierung teilnahmen, sind bereits drei Viertel versicherungspflichtig bei der MVG als Busfahrer beschäftigt. Man ist zuversichtlich, dass bis Ende 2018 alle Qualifizierungsteilnehmer die noch ausstehenden Prüfungen bestehen, um ebenfalls für die MVG in Mainz und Umgebung als Busfahrer unterwegs sein zu können. Ulrike Pingel, Koordinatorin des IQ Netzwerks Rheinland-Pfalz, freut sich, wenn dieses Projekt auch andere Unternehmen zur Integration von Geflüchteten inspiriert und motiviert.

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Annelie Buntenbach (5. v.l.) besucht die MVG und verschafft sich einen Überblick über die erfolgreiche Qualifizierung von Geflüchteten zu Busfahrern. (Foto: IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz)

Die Koordinierung des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz beim ism - Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. startet am heutigen Montag, den 23.07.2018 bis zum 03.08.2018 (12:00 Uhr) das Interessenbekundungsverfahren zur Beteiligung als Teilprojektpartner im IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz für die Jahre 2019-2022 im Förderprogramm “Integration durch Qualifizierung (IQ)“. 

Beachten Sie hierfür bitte die Informationen in der Bekanntmachung des IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz.
Nutzen Sie zur Einreichung von Interessenbekundungen per Post und per E-Mail ausschließlich das dafür vorgesehene Formular:
Interessensbekundungsformular IQNetzwerk Rheinland-Pfalz
Gesucht werden integrations-, bildungs- und arbeitsmarktpolitisch aktive Träger als operative Partner, die sich entsprechend landesspezifischer Bedarfe mit innovativen und fundierten Projektideen in der Förderrunde 2019-2022 beteiligen möchten. Die Teilnahme am Interessensbekundungsverfahren durch Migrantenorganisationen ist besonders erwünscht.
Die Bekanntmachung bezieht sich auf den am Freitag, den 20.07.2018 veröffentlichten Aufruf der Fördermittelgeber
Das Interessenbekundungsverfahren für das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz erfolgt im Rahmen der Richtlinie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales über besondere Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Integration von Personen mit Migrationshintergrund (Berufliche Integration von Personen mit Migrationshintergrund – Integration durch Qualifizierung (IQ) vom 04. November 2004) und der Förderrichtlinie für einen zusätzlichen Handlungsschwerpunkt zur Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten im Kontext des Anerkennungsgesetzes im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ im Rahmen des Operationellen Programms des Bundes für den Europäischen Sozialfonds (ESF) in der Förderperiode 2014 – 2020 (ESF-Qualifizierung im Kontext Anerkennungsgesetz), vom 15. Oktober 2014.
Zur Beachtung: das Förderhandbuch und die Förderrichtlinie
Das Interessenbekundungsverfahren IQ Rheinland-Pfalz endet am 03.08.2018 (12:00 Uhr)
Rückfragen zum Interessensbekundungsverfahren richten Sie bitte ausschließlich per Mail an die Koordinierungsstelle des Landesnetzwerks unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ulrike Pingel und Dr. Ralf Sänger
Koordinierung IQ Rheinland-Pfalz beim
Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. - ism
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ verfolgt das Ziel, die Arbeitsmarktintegration erwachsener Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Seit 2005 werden entsprechende Konzepte, Instrumente und Handlungsempfehlungen entwickelt und umgesetzt. Das Förderprogramm IQ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit umgesetzt. Die Finanzierung des Programms erfolgt mit Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Europäischen Sozialfonds.

„Wir sind noch nicht einmal drei Jahre in Deutschland, und jetzt arbeite ich hier als approbierte Apothekerin. Vor einem Jahr war es noch ein Traum – jetzt ist er wahr geworden!” Shaza Asaad steht da in ihrem weißen Apothekerinnenkittel und strahlt. Wie ihr Kollege Hussam Helal hat sie an der ersten Qualifizierung „Apotheker für die Zukunft” teilgenommen, die im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz durchgeführt wurde. Den Weg der beiden Syrer, die vor wenigen Jahren nach Deutschland kamen, die vielen Hürden, die sie nehmen mussten, eh sie ihr Ziel - endlich wieder in ihrem Beruf als Apothekerin und Apotheker arbeiten zu dürfen - erreichten, dokumentiert diese Broschüre

Für Personen, die ihren pädagogischen Abschluss im Ausland erworben und Sprachkenntnisse mindestens auf B2-Niveau haben, bietet die ProfeS GmbH in Landau, als Teilprojektpartner im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz, eine neue Brückenmaßnahme an. Die Inhalte dieser pädagogischen Qualifizierung werden in 150 Unterrichtseinheiten als Blockseminare vermittelt. Start in Landau ist der 1. August, am 10. Dezember 2018 endet die Qualifizierung. Ziel ist, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss bundesweit bei Bildungsträgern bewerben und in der Erwachsenenbildung arbeiten können. Welche fachlichen Einsatzbereiche sie dann abdecken können, hängt von der Ausrichtung ihres jeweiligen Studiums ab. So könnten sie eingesetzt werden für die Durchführung von Coachingmaßnahmen und Bewerbungstrainings, oder als Dozenten für Weiterbildungen im kaufmännischen,gewerblich-technischen oder Dienstleistungsbereich. Weitere Informationen zum neuen Angebot sowie Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte hier

 

Nachdem das Projekt „VIONA® – virtuelles Klassenzimmer, berufliche Qualifizierung“ bereits sehr erfolgreich im IQ Landesnetzwerk Niedersachsen läuft, können jetzt auch die Teilprojektträger im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz Interessierten eine virtuelle Maßnahme anbieten. Angeboten wird die „Virtuelle und sprachliche Qualifizierung für Pädagoginnen und Pädagogen“, die ihren Hochschulabschluss im Ausland erworben haben und vom Sprachniveau B2 als Ausgangsvoraussetzung auf C1 gelangen. Ziel ist, dass sie im Rahmen der 240 Lehreinheiten ihre Kompetenzen erweitern, um hierzulande künftig bei einem Bildungsträger, einer Schule oder in der Erwachsenenbildung arbeiten zu können.

Durchgeführt werden die Qualifizierungen vom Institut für Berufliche Bildung (IBB). Wir sprachen mit Tammo Schäfer, der beim IBB die Projektverantwortung für VIONA hat. (Foto: IBB)  

Tammo Schäfer Projektkoordinator IBB