Sieben Lehrerinnen und Lehrer aus Syrien, Afghanistan, Russland und der Ukraine sowie zwei Ingenieure aus Syrien haben sich in den vergangenen Wochen bei der Handwerkskammer Koblenz in mehr als 100 Unterrichtsstunden mit deutschem Berufsbildungsrecht, den Besonderheiten des Dualen Systems, handlungsorientierter Qualifizierung, Jugendarbeitsschutzgesetz und Mitbestimmung, Ausbildungsmethoden und –mitteln und vielem mehr auseinandergesetzt. Wie fit sie anschließend in den Bereichen Arbeits- und Berufspädagogik waren, konnten sie in der praktischen und schriftlichen Ausbildereignungsprüfung unter Beweis stellen. Mit Bestehen der Prüfung haben sie den AdA-Schein erworben (Ausbildung des Ausbilders) und somit die Möglichkeit, bei Bildungsträgern in Maßnahmen für benachteiligte Jugendliche (Außerbetriebliche Ausbildung (BAE) oder Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) zu arbeiten. 

DSC 0126DSC 0121

Informationen zum Projekt, zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und zu Anpassungsqualifizierungen bei der HwK Koblenz, Tel. 0261/398-128, Fax: -936, Evelina.Parvanova @hwk-koblenz.de. (Bild: HWK Koblenz)

Das Verfahren zur Anerkennung von im Ausland erworbener Abschlüsse ist sowohl für jene, die in akademischen Heilberufen arbeiten wollen, als auch für die, die in nichtakademischen Heilberufen eine ausbildungsadäquate Stelle finden wollen, kompliziert und erfordert einen langen Atem. Doch nicht nur die, die auf Anerkennung hoffen, sind herausgefordert. Auch jene,die das Anerkennungsverfahren durchführen, haben umfangreiche Aufgaben zu bewältigen. In Rheinland-Pfalz ist das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) die anerkennendeStelle. Seit 2016 kooperieren das LSJV und das IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz und beschleunigen und optimieren durch ihre fruchtbare Zusammenarbeit Prozesse im Sinne aller Beteiligten. Die Zeitschrift Clavis berichtet darüber im Interview in der Ausgabe 5-18 "Ausländische Fachkräfte für das Gesundheitswesen".   

Voraussichtlich Ende Februar geht die nächste virtuelle sprachliche Qualifizierung für Pädagoginnen und Pädagogen an den Start. Sie richtet sich an Erzieherinnen oder Erzieher sowie an Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen und Lehrerinnen und Lehrer, die Ihren Hochschulabschluss im Ausland erworben haben und hierzulande im pädagogischen Bereich arbeiten wollen. Bei der Qualifizieriung handelt es sich um einen Live-online-Sprachkurs mit dem Ziel, das Sprachniveau C1 zu erreichen und den Kurs mit der Sprachzertifikatsprüfung TestDaF (Test Deutsch als Fremdsprache) abzuschließen. Infoblatt

Interessierte setzen sich mit einer der IQ Beratungsstellen in Verbindung oder kontaktieren unseren Partner, der die Qualifizierung anbietet: IBB Institut für Berufliche Bildung AG, Susanne Sander Thumann
Tel. +49 4161 – 516556
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   

Vor Kurzem ist die Website Faire Integration an den Start gegangen. Sie bietet einen Überblick über das bundesweite Beratungsangebot zu sozial- und arbeitsrechtlichen Fragestellungen für Geflüchtete in den Sprachen deutsch, englisch, arabisch. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und jene, die beabsichtigen in Deutschland eine Arbeit aufzunehmen, können sich auf der Website über Themen wie Arbeitsvertrag, Leiharbeit, Mindestlohn informieren. Darüber hinaus bietet die Website einen Überblick über Beratungsstellen in den jeweiligen Bundesländern. Ziel ist, das Geflüchtete die Möglichkeit haben, sich über ihre Rechte als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu informieren und sich dadurch vor Benachteiligung und Ausbeutung auf dem Arbeitsmarkt zu schützen. In Rheinland-Pfalz ist das Beratungsangebot Faire Integration beim Träger Mainzer Kompetenz Initiativen e.V. angesiedelt. Infos und Kontakt. 

Das IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz bietet Sprachdozentinnen und -dozenten sowie Interessierten eine Fortbildung zum Sprachcoach an. Kursstart in Mainz ist der 25./26.01. mit Modul 1 (Thema: Von der Lehrkraft zum Sprachcoach). Die weiteren vier Module finden statt am 15./16.02, 29./30.03, 10./11.05 und am 14./15.06.2019. Weitere Infos anbei.

Wer Interesse hat, kann sich bis zum 20.01.19 anmelden per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Für Rückfragen bitte mailen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

Im Laufe des Jahres 2018 nahmen die Beratungsstellen Faire Integration in den IQ Landesnetzwerken ihre Arbeit auf. Inzwischen können sich Menschen mit Fluchterfahrung in allen 16 Bundesländern zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragestellungen beraten lassen. Dazu liegen jetzt erste Zahlen vor: Von Ende 2017 bis zum 31. Oktober 2018 führten die 16 Beratungsstellen insgesamt 880 Beratungen (589 Erstberatungen und 291 Folgeberatungen) durch. Am häufigsten nahmen bisher Personen mit syrischer Staatsbürgerschaft (35,5%), gefolgt von Personen aus Afghanistan (9,3%), Eritrea (7,3%) und dem Irak (5,3%) die Beratung in Anspruch. Gegenstand der Beratungen waren vor allem Fragen zur Entlohnung, zum Arbeitsvertrag oder zu einer erfolgten Kündigung. Zum Beratungsangebot Rheinland-Pfalz geht es hier. Factsheet Faire Integration in Deutschland

„Die Beratungszahlen und Fallbeispiele verdeutlichen, wie wichtig das Beratungsangebot Faire Integration ist. Nach Deutschland geflüchtete Personen wissen ohne Unterstützung häufig nicht, wie sie sich z.B. gegen vorenthaltene Löhne, unbezahlte Überstunden oder willkürliche Kündigungen wehren können. Bisher haben wir nur einen kleinen Anteil der Betroffenen erreicht“, so Jochen Empen (Projektleiter „Support Faire Integration“)

Ratsuchende, Qualifizierungsteilnehmerinnen und –teilnehmer erreicht man mit am besten über social-media-Kanäle. Seit Kurzem ist das IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz mit einer Facebook-Präsenz am Start und informiert kurz und bündig über Neuigkeiten im eigenen Netzwerk, bei den Partnern und zu Themen, die die Zielgruppe der Ratsuchenden, aber auch alle Multiplikatorinnen und Mulitplikatoren interessieren. https://www.facebook.com/IQNetzwerkRLP/ freut sich über zahlreiche Likes, Kommentare oder das Teilen von Beiträgen.

ALEX steht für Arbeitsmarktlexikon und gibt Fachexpertinnen und -experten sowie all jenen, die sich für das Thema Migration und Arbeitsmarkt interessieren, präzise aufbereitete Informationen an die Hand. Rund 120 Artikel, die von einem interdisziplinären Team verfasst wurden, bieten Faktenwissen rund um den deutschen Arbeitsmarkt. Themen, bei denen es unterschiedliche Meinungen und Positionen gibt, wie zum Beispiel „Integration“ bzw. „Inklusion“, werden in verschiedenen wissenschaftlichen Lesarten und gesellschaftlichen Diskursen neutral dargestellt. Durch eine konsequente Verlinkung aller Fachbegriffe, eine einfach zu bedienende Suchfunktion sowie ausführliche Literaturempfehlungen regt ALEX zur tieferen Auseinandersetzung und Versachlichung bestehender Integrationsdebatten an. Direkt zur Websitewww.alex-iq.de oder zur Pressemeldung

Mitte November ist es soweit: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der "virtuellen sprachlichen Qualifizierung für Pädagoginnen und Pädagogen" absolvieren ihre TestDaF-Sprachzertifikatsprüfung (Test Deutsch als Fremdsprache). Hierfür bereiteten sie sich monatelang vor und nahmen am C1-Sprachkurs teil, der vornehmlich im virtuellen Klassenzimmer stattfand. Ende Oktober trafen sich die Teilnehmenden zum Präsenzseminar in Koblenz und lernten sich so auch einmal persönlich kennen. Im Zentrum des zweitägigen Treffens mit ihrer Dozentin Julia Stander vom Projektträger IBB Institut für Berufliche Bildung stand allerdings auch hier das intensive Training, um die anspruchsvolle Prüfung zu bestehen. Der erfolgreiche Prüfungsabschluss eröffnet den motivierten jungen Menschen mehr berufliche Perspektiven im pädagogischen Bereich. TN WE in Koblenz

Lernen für die anspruchsvolle Deutschsprachprüfung: Fadi Shaheen, Julia Stander, Maisaa Alsuleiman, Daria Roor, Rozana Zibar und Sylvia Poblete Hönemann (vlnr; Bild: IBB)

 

Auf folgende Ausschreibung möchten wir hinweisen: Konzeptanpassung, inhaltliche Ausgestaltung und zweimalige Durchführung eines Tagesseminars für Mitarbeitende (Vermittler/-innen) in Jobcentern und Arbeitsagenturen zum Thema „Gründungsunterstützung für Flüchtlinge und Zuwanderer“ für das Teilprojekt InProzess des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz

Folgende Leistungen müssen u.a. bis 15.12.18 erbracht werden: 

1. Durchführung von 2 Seminaren (Schulungen / Trainings) im Tandem mit der Fachstelle Migrantenökonomie im Zeitraum Ende November / Anfang Dezember. Thema: „Gründungsunterstützung für Flüchtlinge und Zuwanderer“. 

2. Input in Workshop des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz zum Thema Gründungsunterstützung für IQ Beraterinnen und Berater.

Bitte richten Sie Ihr Angebot bis 10.11.2018 an:
Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism)
Augustiner Str. 64-66 55116 Mainz
Kontakt und Rückfragen: Johanna Diehl E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Tel.: 06131 / 906 18-10

anbei weitere Informationen