Berufliche Integration gelingt besser, wenn sich Arbeitsmarktakteure vernetzen und gemeinsam an einem Strang ziehen. In Rheinland-Pfalz arbeiten wir als IQ Landesnetzwerk mit Partnern vor Ort zusammen. Vor Ort - das heißt in den Regionen, in den Kommunen. Wir unterstützen unsere Partner in Mainz, Rheinhessen, in Koblenz, Ludwigshafen, in der Südpfalz, im Landkreis Mayen-Koblenz, in Trier oder Zweibrücken bei der Umsetzung konkreter Aktivitäten und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Migrantinnen und Migranten.

Aktuelles 

Mitte November ist es soweit: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der "virtuellen sprachlichen Qualifizierung für Pädagoginnen und Pädagogen" absolvieren ihre TestDaF-Sprachzertifikatsprüfung (Test Deutsch als Fremdsprache). Hierfür bereiteten sie sich monatelang vor und nahmen am C1-Sprachkurs teil, der vornehmlich im virtuellen Klassenzimmer stattfand. Ende Oktober trafen sich die Teilnehmenden zum Präsenzseminar in Koblenz und lernten sich so auch einmal persönlich kennen. Im Zentrum des zweitägigen Treffens mit ihrer Dozentin Julia Stander vom Projektträger IBB Institut für Berufliche Bildung stand allerdings auch hier das intensive Training, um die anspruchsvolle Prüfung zu bestehen. Der erfolgreiche Prüfungsabschluss eröffnet den motivierten jungen Menschen mehr berufliche Perspektiven im pädagogischen Bereich. TN WE in Koblenz

Lernen für die anspruchsvolle Deutschsprachprüfung: Fadi Shaheen, Julia Stander, Maisaa Alsuleiman, Daria Roor, Rozana Zibar und Sylvia Poblete Hönemann (vlnr; Bild: IBB)

 

Auf folgende Ausschreibung möchten wir hinweisen: Konzeptanpassung, inhaltliche Ausgestaltung und zweimalige Durchführung eines Tagesseminars für Mitarbeitende (Vermittler/-innen) in Jobcentern und Arbeitsagenturen zum Thema „Gründungsunterstützung für Flüchtlinge und Zuwanderer“ für das Teilprojekt InProzess des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz

Folgende Leistungen müssen u.a. bis 15.12.18 erbracht werden: 

1. Durchführung von 2 Seminaren (Schulungen / Trainings) im Tandem mit der Fachstelle Migrantenökonomie im Zeitraum Ende November / Anfang Dezember. Thema: „Gründungsunterstützung für Flüchtlinge und Zuwanderer“. 

2. Input in Workshop des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz zum Thema Gründungsunterstützung für IQ Beraterinnen und Berater.

Bitte richten Sie Ihr Angebot bis 10.11.2018 an:
Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism)
Augustiner Str. 64-66 55116 Mainz
Kontakt und Rückfragen: Johanna Diehl E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Tel.: 06131 / 906 18-10

anbei weitere Informationen

Welche besonderen Integrationspotenziale für Geflüchtete im ländlichen Raum bestehen und welche integrative Rolle haben dabei Vereine? Mit diesen Fragen setzten sich in Mainz bei der Veranstaltung "Zugezogen und dazugehören. Flüchtlinge im ländlichen Raum" über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus kommunaler, städtischer und Landesverwaltung sowie Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus der Flüchtlingshilfe, Vertreter von Migrantenorganisationen und Bildungsträgern auseinander. Den Auftakt machte Staatsministerin Ulrike Höfken aus dem Landesministerium für Umwelt, Ernährung, Energie und Forsten mit einem Grußwort. Sie betonte, wie umfangreich die Anstrengungen seien, die die Landesregierung mit Aktivitäten in den vielfältigsten Bereichen – eben bis hinein ins Umweltministerium – vornimmt, um Flüchtlinge im Land erfolgreich zu integrieren.

Fachgespräch Runde3

In mehreren Diskussionsrunden ging es um das Thema Geflüchtete im ländlichen Raum. (Bild ism) 

Viele Menschen kommen nach Deutschland und möchten hier leben und arbeiten. Oft bringen sie bereits berufliche Qualifikationen mit. Dann stellt sich die Frage, ob und wie diese Qualifikationen hier anerkannt werden können oder sogar müssen. Das IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz als Teil des bundesweiten Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung (IQ)" informiert und unterstützt kostenfrei in allen Fragen zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Claudia Vortmann, Anerkennungs- und Qualifizierungsberaterin beim IQ Projektträger MIP – Medici In Posterum GmbH informierte auf Einladung von Anne Albert, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Agentur für Arbeit, in Bad Kreuznach am 23. Oktober über alle Fragen rund um das Anerkennungsverfahren. Sechzehn interessierte Menschen aus Brasilien, Pakistan, Litauen, Thailand und anderen Ländern ließen sich beraten, ob und wie sie in ihren Berufen in den Bereichen Zahnmedizin, Pädagogik, Wirtschaftswissenschaften oder IT eine Anerkennung erreichen können.

C VortmannuAnne Albert

Claudia Vortmann informierte auf Einladung von Anne Albert über die Anerkennung ausländischer Abschlüsse. (Bild: Agentur für Arbeit, Bad Kreuznach)

 

Heute fand die Abschlussveranstaltung der bereits vierten Ingenieurqualifizierung in Mainz statt. 18 Männer und Frauen aus Syrien, dem Iran, Russland, der Ukraine, aus Bosnien-Herzegowina und dem Libanon haben sich vier Wochen lang intensiv weiterqualifiziert in Themen des deutschen Bau- und Planungswesens, um nun schneller eine Stelle in einem Bau-, Planungs- oder Architekturbüro oder auch einer Stadtverwaltung zu finden. Sie alle haben in ihrer Heimat ein Studium in jenen Bereichen absolviert. Die Abschlussveranstaltung bot eine gute Gelegenheit direkt mit suchenden Unternehmen in Kontakt zu kommen. Erst stellten sie sich und ihre offenen Stellen vor, darunter waren die Personalverantwortlichen der Städte Freiburg und Trier sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Ingenieur- und Architekturbüros. Dann konnten Sie direkt mit den Teilnehmenden der Qualifizierung ins Gespräch kommen und deren Bewerbungsmappen mitnehmen. "Wir haben großen Bedarf an Ingenieuren, nicht nur an Bauingenieuren, und haben bereits gute Erfahrungen mit den Absolventen der Ingenieurqualifizierung gemacht", erzählt Wilhelmina Katzschmann vom IGB Ingenieurbüro Katzschmann. 

2018 09 21 IngqualAbschluss

Fit für die Zukunft nach einer vierwöchigen Qualifizierung. (Bild IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz)

Über die erfolgreiche Qualifizierung im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz von Geflüchteten zu Busfahrern in Mainz berichtete kürzlich auch das ZDF in der Sendung "heute - in Deutschland". Los geht es ab Minute 7:20. ZDF heute

19 Frauen und Männer starten heute in die vierte Ingenieurqualifizierung in Mainz. Vier Wochen lang werden die studierten Bauingenieurinnen und -ingenieure, Elektroingenieurinnen und Ingenieure und Architektinnen und Architekten aus Syrien, dem Iran, dem Libanon, Russland, Bosnien-Herzegowina und der Ukraine fit gemacht. Unter anderem stehen diese Themen auf dem Stundenplan: Bauorganisation, Projektmanagement, Termin- und Kostenplanung, rechtliche Grundlagen, Kommunikation und Arbeitskultur sowie Bewerbungscoaching. Ziel ist, dass die Teilnehmenden der IQ Qualifizierung anschließend leichter eine Arbeit im Bereich Planen und Bauen, Architektur und Ingenieurwesen finden. Die Abschlussveranstaltung findet am 21. September in Mainz statt. Unternehmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Bereichen suchen, präsentieren dabei auch ihr Stellenangebot und treten mit den potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten in Kontakt. 

TN Ingqual 2018 web

23.8.18: Die Ingenieurqualifizierung startet mit 19 Männern und Frauen. (Bild IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz)

 

 

Sprechen wir über Europa, sprechen wir über den ESF: Was bedeutet die EU für mich und meine Arbeit? Welche Förderungen gibt es für den Arbeitsmarkt? Warum brauchen wir Europa für gute Arbeit? Diskutieren Sie direkt mit Bundesminister Hubertus Heil: Am 21. August, 17 Uhr, in einem Live-Chat auf dem Facebook-Kanal des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). https://www.facebook.com/events/251522615461695/.

Am Montag, den 13. August 2018, ist im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz der erste Live-Online-Deutschkurs gestartet. Insgesamt elf Pädagoginnen und Pädagogen aus sieben Herkunftsländern, darunter allein vier aus Syrien, nehmen an diesem Sprachkurs mit dem Zielniveau C1 teil. Organisiert und durchgeführt wird der Kurs mit Hilfe von VIONA®, der Virtuellen Online Akademie. Die Teilnehmenden überwinden so räumliche Distanzen innerhalb von Rheinland-Pfalz, indem sie sich ganz einfach via Internet, PC und Headset mit ihrer Dozentin und den anderen Kolleginnen und Kollegen treffen. 

Die Pädagogen und Pädagoginnen, viele von ihnen schon mit Berufserfahrung als Lehrer bzw. Lehrerin im Heimatland, möchten ihre Deutschkenntnisse verbessern, um in Rheinland-Pfalz in einem pädagogisch ausgerichteten Berufsbereich arbeiten zu können. Der Kurs endet im November 2018 mit der allgemein anerkannten TestDaF-Sprachprüfung

Annelie Buntenbach, Mitglied des DGB-Bundesvorstandes, hat auf ihrer Sommerreise einen Zwischenstopp in Rheinland-Pfalz eingelegt und das IQ Projekt "Brücke in den Arbeitsmarkt", in dem Geflüchtete zu Busfahrern qualifiziert wurden, besucht. Von den Beteiligten - Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG), ARBEIT & LEBEN und IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz - wollte sie wissen, wo die Herausforderungen liegen und welche Faktoren zum Gelingen einer solchen Maßnahme beitragen. Von den 36 Männern, die in den Jahren 2016, 2017 und 2018 an der Qualifizierung teilnahmen, sind bereits drei Viertel versicherungspflichtig bei der MVG als Busfahrer beschäftigt. Man ist zuversichtlich, dass bis Ende 2018 alle Qualifizierungsteilnehmer die noch ausstehenden Prüfungen bestehen, um ebenfalls für die MVG in Mainz und Umgebung als Busfahrer unterwegs sein zu können. Ulrike Pingel, Koordinatorin des IQ Netzwerks Rheinland-Pfalz, freut sich, wenn dieses Projekt auch andere Unternehmen zur Integration von Geflüchteten inspiriert und motiviert.

Brücke Team 240718

Annelie Buntenbach (5. v.l.) besucht die MVG und verschafft sich einen Überblick über die erfolgreiche Qualifizierung von Geflüchteten zu Busfahrern. (Foto: IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz)

Die Koordinierung des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz beim ism - Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. startet am heutigen Montag, den 23.07.2018 bis zum 03.08.2018 (12:00 Uhr) das Interessenbekundungsverfahren zur Beteiligung als Teilprojektpartner im IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz für die Jahre 2019-2022 im Förderprogramm “Integration durch Qualifizierung (IQ)“. 

Beachten Sie hierfür bitte die Informationen in der Bekanntmachung des IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz.
Nutzen Sie zur Einreichung von Interessenbekundungen per Post und per E-Mail ausschließlich das dafür vorgesehene Formular:
Interessensbekundungsformular IQNetzwerk Rheinland-Pfalz
Gesucht werden integrations-, bildungs- und arbeitsmarktpolitisch aktive Träger als operative Partner, die sich entsprechend landesspezifischer Bedarfe mit innovativen und fundierten Projektideen in der Förderrunde 2019-2022 beteiligen möchten. Die Teilnahme am Interessensbekundungsverfahren durch Migrantenorganisationen ist besonders erwünscht.
Die Bekanntmachung bezieht sich auf den am Freitag, den 20.07.2018 veröffentlichten Aufruf der Fördermittelgeber
Das Interessenbekundungsverfahren für das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz erfolgt im Rahmen der Richtlinie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales über besondere Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Integration von Personen mit Migrationshintergrund (Berufliche Integration von Personen mit Migrationshintergrund – Integration durch Qualifizierung (IQ) vom 04. November 2004) und der Förderrichtlinie für einen zusätzlichen Handlungsschwerpunkt zur Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten im Kontext des Anerkennungsgesetzes im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ im Rahmen des Operationellen Programms des Bundes für den Europäischen Sozialfonds (ESF) in der Förderperiode 2014 – 2020 (ESF-Qualifizierung im Kontext Anerkennungsgesetz), vom 15. Oktober 2014.
Zur Beachtung: das Förderhandbuch und die Förderrichtlinie
Das Interessenbekundungsverfahren IQ Rheinland-Pfalz endet am 03.08.2018 (12:00 Uhr)
Rückfragen zum Interessensbekundungsverfahren richten Sie bitte ausschließlich per Mail an die Koordinierungsstelle des Landesnetzwerks unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ulrike Pingel und Dr. Ralf Sänger
Koordinierung IQ Rheinland-Pfalz beim
Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. - ism
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ verfolgt das Ziel, die Arbeitsmarktintegration erwachsener Menschen mit Migrationshintergrund zu verbessern. Seit 2005 werden entsprechende Konzepte, Instrumente und Handlungsempfehlungen entwickelt und umgesetzt. Das Förderprogramm IQ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit umgesetzt. Die Finanzierung des Programms erfolgt mit Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie des Europäischen Sozialfonds.