Im Laufe des Jahres 2018 nahmen die Beratungsstellen Faire Integration in den IQ Landesnetzwerken ihre Arbeit auf. Inzwischen können sich Menschen mit Fluchterfahrung in allen 16 Bundesländern zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragestellungen beraten lassen. Dazu liegen jetzt erste Zahlen vor: Von Ende 2017 bis zum 31. Oktober 2018 führten die 16 Beratungsstellen insgesamt 880 Beratungen (589 Erstberatungen und 291 Folgeberatungen) durch. Am häufigsten nahmen bisher Personen mit syrischer Staatsbürgerschaft (35,5%), gefolgt von Personen aus Afghanistan (9,3%), Eritrea (7,3%) und dem Irak (5,3%) die Beratung in Anspruch. Gegenstand der Beratungen waren vor allem Fragen zur Entlohnung, zum Arbeitsvertrag oder zu einer erfolgten Kündigung. Zum Beratungsangebot Rheinland-Pfalz geht es hier. Factsheet Faire Integration in Deutschland

„Die Beratungszahlen und Fallbeispiele verdeutlichen, wie wichtig das Beratungsangebot Faire Integration ist. Nach Deutschland geflüchtete Personen wissen ohne Unterstützung häufig nicht, wie sie sich z.B. gegen vorenthaltene Löhne, unbezahlte Überstunden oder willkürliche Kündigungen wehren können. Bisher haben wir nur einen kleinen Anteil der Betroffenen erreicht“, so Jochen Empen (Projektleiter „Support Faire Integration“)