Nachdem das Projekt „VIONA® – virtuelles Klassenzimmer, berufliche Qualifizierung“ bereits sehr erfolgreich im IQ Landesnetzwerk Niedersachsen läuft, können jetzt auch die Teilprojektträger im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz Interessierten eine virtuelle Maßnahme anbieten. Angeboten wird die „Virtuelle und sprachliche Qualifizierung für Pädagoginnen und Pädagogen“, die ihren Hochschulabschluss im Ausland erworben haben und vom Sprachniveau B2 als Ausgangsvoraussetzung auf C1 gelangen. Ziel ist, dass sie im Rahmen der 240 Lehreinheiten ihre Kompetenzen erweitern, um hierzulande künftig bei einem Bildungsträger, einer Schule oder in der Erwachsenenbildung arbeiten zu können.

Durchgeführt werden die Qualifizierungen vom Institut für Berufliche Bildung (IBB). Wir sprachen mit Tammo Schäfer, der beim IBB die Projektverantwortung für VIONA hat. (Foto: IBB)  

Tammo Schäfer Projektkoordinator IBB

Im Virtuellen Klassenzimmer trainieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Dozenten die Phonetik, das Schreiben, Lese- und Hörverstehen, sie machen Rollenspiele, um auf bestimmte Situationen besser und sicherer reagieren zu können und bearbeiten gemeinsam Texte zu pädagogischen Themen. Zusätzlich zum Online-Unterricht finden ein oder zwei Präsenzseminare an einem zentralen Ort in Rheinland-Pfalz statt. Der Kurs endet mit einer Sprachzertifikatsprüfung (TestDaf) am 13.11.18 bei IBB in Hannover.

Interview mit Tammo Schäfer, der beim IBB die Projektverantwortung für VIONA hat. 

1. Was sind die Vorteile dieser virtuellen Qualifizierung?

Wenn man beispielsweise für eine Qualifizierung vor Ort nicht genügend Teilnehmende versammeln kann, dann greift man auf die virtuelle Lernplattform zurück. Dort findet der Unterricht ortsunabhängig statt. Die Teilnehmenden treffen sich im virtuellen Klassenzimmer und gehen gemeinsam mit ihrem Dozenten den Unterrichtsstoff durch. Auch hier entsteht eine Gruppendynamik und Interaktivität. Man kann sich melden, kann gleichzeitig Dinge sehen, man kann sprechen, schreiben und gemeinsam Übungen machen. Unsere Dozentinnen und Dozenten stehen mit jedem Teilnehmenden in Kontakt, unterstützen und fördern gemäß Stärken und Schwächen und sind für Fragen und Anliegen offen. 

2. Welche Erfahrungen machen Sie beispielsweise mit den Teilnehmenden in IQ Niedersachsen, die ihre virtuelle Lernplattform nutzen?

Jeder kann mit VIONA® gut arbeiten, wenn er/sie sich einmal an das System gewöhnt hat. Es ist sehr bequem, intuitiv bedienbar und nur einfache technische Mittel sind erforderlich (siehe auch technische Voraussetzungen: https://www.ibb.com/virtuelle-akademie/technik) Unsere Erfahrung der letzten 10 Jahre in der Arbeit mit VIONA® zeigt, dass auch technisch nicht so versierte Teilnehmer nach kurzer Nutzung des Programms meistens begeistert sind von den Vorteilen.

3. Wie sollten die Lerneinheiten sinnvollerweise gestaffelt sein?

WIr halten dreimal wöchentlich fünf Lerneinheiten von 9 bis 14 Uhr für die bestmögliche Variante, um den Kurs mit den Teilnehmenden im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz am 13.11.18 erfolgreich beenden zu können. 

 Virtuelles Klassenzimmer VIONA