Ein wesentlicher Beitrag zur geglückten Integration von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten ist die Teilhabe am Arbeitsmarkt. In der Praxis zeigt sich, dass ein Großteil dieser Menschen früher bereits selbständig war oder klare Gründungsabsichten signalisiert.

Doch Existenzgründerinnen und -gründer mit Migrations- oder Fluchterfahrung stehen vor sehr spezifischen Herausforderungen. Es gibt sprachliche Hürden zu überwinden und besonders viel zu organisieren. 

Genau hier bringt Pro Social Business langjährige Erfahrung und Fachwissen bei Gründungsvorhaben von Migrantinnen und Migranten ein und setzt diese im Teilprojekt "IQ Service Gründungsunterstützung" um. Ziel ist die Vernetzung der Arbeitsmarktakteure zu fördern, die Wissensvermittlung voranzutreiben und dabei zu helfen, Prozesse zu verbessern. 

Fokus des Projekts liegt darauf, jene Arbeitsmarktakteure in der Region Vorderpfalz zu unterstützen, die mit dem Existenzgründungswunsch von Menschen mit Migrationserfahrung und Geflüchteten in Berührung kommen. Dazu zählen unter anderen:

  • Arbeitsagenturen
  • Jobcenter
  • Gewerbeämter
  • Ausländerbehörden
  • Träger der freien Wohlfahrtspflege
  • Träger der Jugendhilfe
  • Integrationsbeauftragte
  • Migrantenvereine und -Initiativen
  • Migranten-Unternehmervereinigungen

Für sie ist „IQ Service Gründungsunterstützung RLP“ die zentrale Informations- und Servicestelle. 

Das Teilprojekt "IQ Service Migrantenorganisationen" in Rheinland-Pfalz kooperiert mit Migrantenorganisationen, die ihre Aktivitäten im Feld Arbeitsmarkt verstärken wollen.

Um Menschen mit Migrationsgeschichte den Zugang zu Informationen und Angeboten zu erleichtern und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen ist es wichtig, bedarfsgerechte Angebote zu schaffen. Migrantenorganisationen kommt eine besondere Brückenfunktion zu: als Impulsgeber, Ratgeber und Hersteller von Zugängen. Das Projekt IQ Service für Migrantenorganisationen in Rheinland-Pfalz liefert Angebote zur Stärkung von Migrantenorganisationen, die ihre Aktivitäten im Kontext Arbeitsmarkt erweitern, oder sich dieser Thematik erstmals widmen wollen. Es richtet sich besonders an jene Organisationen, die in den letzten Jahren in Rheinland-Pfalz im Zuge der Neuzuwanderung im Kontext Asyl und Flucht gegründet wurden. Die Schwerpunkte des Projektes liegen auf (Organisations-)Beratung, Vernetzung und Empowerment, um sie auf dem Weg zur Professionalisierung und als gleichberechtigte Akteure in der Integrationspolitik (-arbeit) zu unterstützen.

 Angebote

  1. Unterstützung bei der Durchführung arbeitsmarktrelevanter Veranstaltungen, zum Beispiel Arbeitsmarktgespräche.
  2. Beratung und Begleitung für Migrantenorganisationen, die langfristig eigene, arbeitsmarktrelevante Projekte durchführen wollen.
  3. Aktualisierung des IQ Handbuchs “Aktive Vereine - Handbuch für Migrantenorganisationen als Partner für Integration und Beschäftigung“.

"IQ Service Ehrenamt" bietet Informationsveranstaltungen für Ehrenamtliche und Interessierte in der Flüchtlings- und Integrationshilfe. Auch Hauptamtliche und Geflüchtete selbst dürfen teilnehmen an den zweistündigen Abendveranstaltungen, die im monatilichen Turnus stattfinden, abwechselnd in Landau und Germersheim.

Die regelmäßigen Veranstaltungen bieten Informationen zu Themen wie: Anerkennung- und Qualifizierungsberatung, Sprachförderangebote/berufsbezogenes Deutsch, IHK-Ausbildungsberufe, Fördermöglichkeiten für Geflüchtete im SGB II, Trauma, interkulturelles Training etc.

Ziel ist es, den Austausch zu fördern, Tipps und Hilfestellungen zu geben, neue Ideen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. 

Wichtige Information: Um der weiteren Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken und sich der aktuellen Situation entsprechend angemessen zu verhalten, stehen die Angebote des IQ Netzwerks Rheinland-Pfalz zurzeit nur eingeschränkt zur Verfügung. Aktuelle Informationen zu den einzelnen Angeboten erhalten Sie von den Ansprechpersonen des jeweiligen Projektes.

 

Interkulturelle Kompetenzentwicklung der zentralen Arbeitsmarktakteure: Trainings und Beratungen zur interkulturellen Kompetenzentwicklung in Jobcentern, Agenturen für Arbeit, kommunalen Verwaltungen sowie kleinen und mittleren Unternehmen und deren Verbänden sollen zur interkulturellen Sensibilisierung, interkulturellen Öffnungsprozessen und dem Abbau von Diskriminierungen beitragen.

Diese Projektpartner setzen derzeit folgende Maßnahmen im IQ Netzwerk Rheinland-Pfalz zur interkulturellen Öffnung um:

  • IQ Service Interkulturalität und Vielfalt in der Arbeitswelt Rheinland-Pfalz, ABEIT & LEBEN gGmbH. Mehr Infos & Kontakt
  • IQ Service Migrantenorganisationen in Rheinland-Pfalz, MIP - Medici in Posterum GmbH. Mehr Infos & Kontakt
  • IQ Service Gründungsunterstützung Rheinland-Pfalz, Pro Social Business. Mehr Infos & Kontakt
  • IQ Service Ehrenamt Südpfalz, ProfeS GmbH. Mehr Infos & Kontakt

 

Das Angebot mit dem Projektnamen "IQ Service Interkulturalität und Vielfalt in der Arbeitswelt Rheinland-Pfalz" richtet sich an kleine, mittlere und große Unternehmen sowie an Behörden und öffentliche Einrichtungen,die Zugewanderte und Geflüchtete als Mitarbeitende für ihren Betrieb gewinnen bzw. diese einbinden wollen. Weiterbildungsangebote wie etwa Interkulturelle Kompetenzschulungen der Stammbelegschaft, insbesondere der Verantwortlichen in den betreffenden Abteilungen, unterstützen dabei.

Folgende kostenfreie Maßnahmen werden angeboten: 

  • Workshops und Coachings
    Ziel ist, interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln, um professionell im multikulturell besetzten Team zusammenarbeiten zu können.
  • Prozessbegleitung
    Ziel ist, zu einem wertschätzenden Umgang mit vielfältiger Belegschaft und Aufgeschlossenheit gegenüber multikulturellen Kundinnen und Kunden gelangen.
  • Aufbaumodule
    Interkulturelle Kompetenz ist sehr stark eine Frage der inneren Haltung und Reflexion. Nur wiederholtes und vertieftes Arbeiten an der Thematik bewirkt nachhaltige Veränderungsprozesse in der interkulturellen Begegnung. Daher bieten wir Aufbaumodule an.

Voraus geht jeweils ein Erstgespräch oder Workshop, in dem sich dem Thema interkulturelle Kompetenz und interkulturelle Öffnung genähert wird. Bedarfe werden geklärt und Vorschläge zum weiteren Vorgehen werden vorgestellt. 

Zielgruppen
Arbeitsmarktakteure aus Unternehmen/KMU, Arbeitsverwaltungen, Kommunen, Organisationen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Detailinfos zum Angebot und Flyer 

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