2014 flüchtete der gebürtige Iraner Amir Hossein Welk aus seiner Heimat nach Deutschland. Im November 2015 erhielt der Ingenieur die Anerkennung seines Studiums. Um seine Chancen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt zu erhöhen, nahm er 2016 an der Ingenieurqualifizierung, die von der Akademie der Ingenieure, einem Teilprojekt im IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, durchgeführt wurde, teil. Während der Abschlussveranstaltung lernte er seinen künftigen Arbeitgeber, ein Mannheimer Ingenieurbüro, kennen. Im Februar 2017 konnte er dort als Ingenieur anfangen. Amir Hossein Welks Weg ist beispielhaft für andere Menschen mit Migrationshintergrund, die ebenfalls ausbildungsadäquat in Deutschland arbeiten wollen. Im Oktober 2017 wurde der 36-Jährige dann auch porträtiert vom Portal Anerkennung in Deutschland. Hier geht's zum Porträt

2017 fiel der Startschuss für das neue Qualifizierungsprojekt im IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, das ausländischen Apothekerinnen und Apothekern half, innerhalb eines Jahres sprachlich und fachlich fit zu werden, um sowohl die Fachsprachprüfung als auch die Kenntnisprüfung zu bestehen. Dies gilt als Voraussetzung, um in Deutschland als approbierte Apotheker arbeiten zu können. 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter aus Syrien, Armenien und Albanien, beendeten im Dezember die Qualifizierung, die aus einem wöchentlich stattfindenden Sprachkurs, blockweisen Fachseminaren und einer regelmäßigen praktischen Tätigkeit in der Apotheke bestand.

Abschlussfoto Apotheker für die Zukunft 2017 lr

Viel gelernt und Spaß gehabt: Beim Abschlusstreffen im Dezember wurde gefeiert. (Foto: MIP consulting)

 

Anlässlich des "Internationalen Tag der Migranten" am 18. Dezember 2017 startet das Förderprgramm IQ dieIQ-Kampagne #neunmalklugMigration | neun Fragen - neun Antworten. Ab Freitag, den 8. Dezember stellen wir täglich eine Frage aus dem Bereich Migration und Vielfalt online, auf die das Förderprogramm IQ antwortet. Pünktlich zum 18. Dezember sind alle neun Fragen/Antworten hier zu finden. 

„Zumutungen der Migrationsgesellschaft – Chancen für Demokratie“: Dazu sprachen in Mainz die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Anne Spiegel und der Münsteraner Politikwissenschaftler Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani. Spiegels Appell: „Unser Ziel ist die gleichberechtigte Teilhabe für geflüchtete Menschen an allen Lebensbereichen. Sie müssen in Entwicklungen und Entscheidungen, die sie betreffen, einbezogen werden. Dies wird nicht von heute auf morgen geschehen. Integration ist ein Prozess, der uns lange beschäftigen wird.“ Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani stellte fest: „Nicht Einwanderung ist das Problem, sondern die Integration, denn sie führt zu Konflikten, weil Privilegien neu ausgehandelt werden.“ Doch Konflikte seien in Einwanderungsgesellschaften wichtig, weil sie zeigten, dass vorher schon viel Positives passiert ist und weil sie zum Wandel und der dynamischen Entwicklung einer Gesellschaft beitragen. Zur Veranstaltung eingeladen hatten die drei Projekte IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, IQ Fachstelle Migrantenökonomie, Inprocedere – Bleiberecht durch Arbeit 2.0., die alle vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism) koordiniert werden. Zusammenfassung der Veranstaltung

Chancen fDemokratie 6033Chancen fDemokratie 5910Chancen fDemokratie 5973

Fotos: Design für Gründer

 

Am 16.11.17 unterzeichneten Dr. Ralf Sänger vom IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, und Detlef Placzek, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV), eine Kooperationsvereinbarung. Die Vereinbarung dient dazu, das Verfahren zur Anerkennung in nicht-akademischen Gesundheitsfachberufen von ausländischen Menschen zu beschleunigen.20171116 Placzek Sänger

Kooperieren (vlnr): Dr. Ralf Sänger, IQ, Detlef Placzek, LSJV (Foto: ism)

Wie verändert sich die Arbeitswelt der Zukunft und wie kann es Unternehmen gelingen, entsprechende Antworten auf neue Technologien, Innovationen und Prozessoptimierungen zu finden? Lösungsansätze sollten in den vier Workshops mit den Überbegriffen "finden"; "binden", fördern und "integrieren" im Rahmen der Veranstaltung der IHK Rheinhessen "Arbeit 4.0 = Fachkräftesicherung 4.0 -  Zukünftige Chancen und Herausforderungen für Unternehmen" gefunden werden. Die Veranstaltung fand mit Beteiligung des IQ Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz und dessen Partner Arbeit & Leben statt. Jamila Adler, Arbeit & Leben, übernahm den Workshop zum Thema integrieren und berichtete von ihren Erfahrungen als Prozessbegleiterin, die sie macht, wenn sie Unternehmen unterstützt, Geflüchtete in ihrem Betrieb zu integrieren.

Arbeit 4 0 J Adler

 

Die KMU-Toolbox der IQ Fachstelle Interkulturelle Kompetenz und Antidiskriminierung ist ein Informations- und Unterstützungsinstrument rund um die Themen vielfaltsorientierte Personalarbeit und Diversity. Sie wendet sich an Geschäftsführungen und Personalverantwortliche von kleinen und mittelständische Unternehmen (KMU), die mit stärker interkulturell oder international ausgerichteten Personalstrategien auf Globalisierung, demografischen Wandel und Fachkräftebedarf reagieren wollen. Die Toolbox kann sowohl per Post bestellt als auch online abgerufen werden. 

 

Am 22. September beendeten 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die dritte Ingenieurqualifizierung, die das IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz mit dem Partner Akademie der Ingenieure durchführte. Mit dabei war auch die Redaktion der Allgemeinen Zeitung, die im Nachgang über die Inhalte der von Bund und ESf geförderten Qualifizierung berichtete. Unter anderem wurden Teilnehmende zum Verlauf der vierwöchigen Qualifizierung für Ingenieure, Planer, Architekten, die ihren Hochschulabschluss im Ausland erworben haben, befragt, als auch Unternehmen, die gekommen waren, um nach potenziellen Kandidaten für ihre offenen Stellen Ausschau zu halten. Die Zeitung bleibt dran und wird in den nächsten Monaten berichten, wie es den Qualifizierungsteilnehmern auf ihrer Jobsuche ergeht und ob die Unternehmen Teilnehmende der Ingenieurqualifizierung zum Vorstellungsgespräch einladen und einstellen. Hier geht es zum Artikel der Allgemeinen Zeitung vom 26 September 2017. 

Heute erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der dritten Ingenieurqualifizierung ihre Zertifikate über die Teilnahme an der vierwöchigen Maßnahme, die die Akademie der Ingenieure als Teilprojektpartner im IQ Landesnetzwerk durchführte. Alle 19 haben mit der fachlichen und sprachlichen Qualifizierung ihre Chancen verbessert, auf dem Arbeitsmarkt eine Beschäftigung als Ingenieur, Planer oder Architekt zu finden. Während der Abschlussveranstaltung mit feierlicher Zeugnisübergabe konnten sie auch direkt in Kontakt mit Unternehmen treten, die Fachkräfte aus baunahen Disziplinen suchen. Unter anderem präsentierten sich Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Freiburg, das Ingenieurbüro IGR aus Rockenhausen und IGB Katzschmann aus Mannheim. Im direkten Gespräch konnten beide Seiten bereits schauen, ob Interessenten dabei sind und sich für weitere Gespräche verabreden. Zudem werden das IQ Netzwerk sowie die Akademie die Absolventen der Ingenieurqualifizierung weiter unterstützen, um bald eine berufsadäquate Beschäftigung zu finden. Ingqual alle TN 2017

Foto: 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvierten erfolgreich die dritte Ingenieurqualifizierung in Mainz. (Foto: IQ RLP)

Um Geflüchtete, die einen Asylantrag in Deutschland stellen, besser über den Ablauf des Asylverfahrens zu informieren, hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF unterschiedliche Informationsangebote entwickelt: Einen Film, eine Begleitbroschüre sowie ein Informationsblatt. Diese stehen in einer Vielzahl von Landessprachen zur Verfügung. Weitere Infos sowie zum Download der Dokumente