2017 fiel der Startschuss für das neue Qualifizierungsprojekt im IQ Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz, das ausländischen Apothekerinnen und Apothekern half, innerhalb eines Jahres sprachlich und fachlich fit zu werden, um sowohl die Fachsprachprüfung als auch die Kenntnisprüfung zu bestehen. Dies gilt als Voraussetzung, um in Deutschland als approbierte Apotheker arbeiten zu können. 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter aus Syrien, Armenien und Albanien, beendeten im Dezember die Qualifizierung, die aus einem wöchentlich stattfindenden Sprachkurs, blockweisen Fachseminaren und einer regelmäßigen praktischen Tätigkeit in der Apotheke bestand.

Abschlussfoto Apotheker für die Zukunft 2017 lr

Viel gelernt und Spaß gehabt: Beim Abschlusstreffen im Dezember wurde gefeiert. (Foto: MIP consulting)

 

Der Großteil von ihnen hat bereits die Fachsprachprüfung erfolgreich absolviert, die anderen bereiten sich auf die Prüfung im nächsten Jahr vor. Ebenfalls in 2018 machen sie die Kenntnisprüfung, sodass sie als approbierte Apothekerinnen und Apotheker bundesweit tätig sein können. Derzeit haben alle bereits die Berufserlaubnis, mit der sie als „Apotheker unter Aufsicht“ (vergleichbar mit Pharmazeuten im Praktikum) arbeiten dürfen. Viel gelernt, in praktischer wie theoretischer Hinsicht und dazu noch das sprachliche Niveau verbessert und mit viel Fachvokabular angereichert – die Bilanz der Teilnehmenden sei sehr positiv, erzählt Steffi Freitag, von MIP consulting, die die donnerstäglichen Fachsprachkurse leitete.
Nachfrage ist immens. Auch 2018 geht das Qualifizierungsprojekt weiter. Es wird zwei Kurse in Mainz geben, die Nachfrage sei so enorm, dass man sogar noch weitere anbieten könne, erzählt Joachim Thoss von der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. Die LAK ist bei diesem Qualifizierungsprojekt seit 2017 Kooperationspartner. Der erste Kurs 2018 mit zwölf Teilnehmenden startet am 11. Januar und läuft sechs Monate lang; der zweite Kurs wird in der zweiten Jahreshälfte stattfinden. Für beide Qualifizierungen mit dem Titel „Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung“ gibt es schon genügend Bewerber. Diesmal laufen die Qualifizierungen kompakt in sechs statt zwölf Monaten. Inbegriffen sind darin ebenfalls wieder der fachliche Unterricht, die praktische Arbeit sowie die fachsprachliche Begleitung.